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Lockjagd ist ein Sammelbegriff für Jagdmethoden, bei denen das Wild auf verschiedene Weise angelockt wird. Lockjagd wird meistens bei der Ansitzjagd ausgeübt, seltener bei der Pirsch.

Auf der Jagd stellt sich dem Jäger immer wieder die Herausforderung Wild überhaupt zu finden. Wenn man dies geschafft hat, so muss man zusätzlich noch in eine günstige Position kommen, um das Stück sicher ansprechen zu können und um dann evtl. einen genauen, sicheren Schuss antragen zu können.

Ist man mit anspruchsvollen Waffen wie Pfeilwaffen unterwegs, so muss man sehr nah an das Wild kommen bzw. das Wild muss sehr nah zum Jäger kommen, um einen sicheren und tödlichen Schuss abgeben zu können.

Daraus hat sich die Lockjagd entwickelt, bei der man Wild mit unterschiedlichsten Methoden zum Jäger, bzw. zu bestimmten Plätzen locken kann. Dort kann es sicher angesprochen werden und bei Bedarf auch erlegt werden.

Es hat sich als sehr erfolgreich erwiesen, wenn der Jäger sich dabei möglichst wenig bewegt/ auf der Stelle hockt. So verursacht er wenig Geräusche oder fällt beim Wild durch verdächtige Bewegungen auf. Es ist also besser wenn das Wild zum Jäger kommt, als wenn der Jäger zum Wild kommt bzw. diesem hinterher läuft.

Daraus kann man schon eine Grundregel für die normale Jagd ableiten: In der Nähe vom Wild sollte man sich so wenig wie nur eben möglich bewegen und nach Möglichkeit das Wild kommen lassen.

Um sich die Arbeit deutlich zu vereinfachen, bzw. die Jagd auf manche Tierarten überhaupt erst möglich zu machen (effizient zu gestallten) wird die Lockjagd mit großem Erfolg praktiziert. Besonders hier im Spiel wird sie sehr intensiv genutzt.

Unterschiedliche Tiere werden mit unterschiedlichen Methoden angelockt. Die verschiedenen Methoden können in Kategorien eingeteilt werden, die hier nun genauer aufgeführt werden.

Manche Tierarten kann man nur mit einer Methode anlocken, andere Arten mit vielen verschiedenen. Oftmals ist eine Kombination aus mehreren Methoden besonders wirkungsvoll.

Akustische Lockjagd Bearbeiten

Durch Lautnachahmung werden verschiedene Geräusche imitiert. Dies macht der Jäger entweder selbst ohne Hilfsmittel oder mit Hilfe von Lockinstrumenten.

Vorteile Nachteile
  • Wird nicht verbraucht. Man kann Lockinstrumente also so oft nutzen wie man möchte.
  • Große Reichweite. Lockt Tiere im Umkreis von bis zu 220 m an.
  • Für viele Tierarten die einzige Lockmöglichkeit, da es keine Lockmittel (Locksprays) für sie gibt.
  • Einige Lockinstrumente können für mehrere Arten verwendet werden (z.B. Schweine). Das spart Platz/ Gewicht (Gewichtseinheiten) im Rucksack und schont den Geldbeutel.
  • Manche Tierarten kommen sehr schnell angelaufen (z.B. Kojoten, Füchse oder Rehböcke). Das spart Zeit. Generell ist man sehr flexibel mit einem Lockinstrument, wenn man z.B. den Standort etc. laufend ändert. Also gut für die Pirsch geeignet.
  • Einige Arten antworten auf die Lockrufe. Daher kann man mit dem Huntermate die Position bestimmen, von der aus das Tier gerufen hat.
  • Kurze Wirkungsdauer (wenige Spielminuten), daher wird meist weniger Wild angelockt als mit Locksprays.
  • Bei vielen Arten muss der Ruf oft wiederholt werden. Daher schlechter für die Ansitzjagd geeignet, da man die Ansitzeinrichtung oft verlassen muss. Bleibt man beim Rufen auf/ in der Einrichtung, so ist das Wild auf diese focussiert und der Jäger kann evtl. früher entdeckt werden. Oft steht dadurch das Wild auch ungünstig für einen Blattschuss (Kommt meist spitz auf den Jäger zu).
  • Nicht immer artspezifisch. Z.B. nur Weißwedel aus einer Gruppe Schwarzwedel kann man nicht anlocken. Beide Arten reagieren auf dieses Lockinstrument und werden kommen.

Balz- oder Brunftjagd Bearbeiten

Bei der Balz- oder Brunftjagd täuscht der Jäger durch Nachahmen der entsprechenden Lautäußerungen den weiblichen Geschlechtspartner oder einen Nebenbuhler vor. Beim Blatten auf den Rehbock wird das Fiepen oder das Angstgeschrei des weiblichen Rehwilds nachgeahmt, bei der Rufjagd auf Rothirsch, Damhirsch oder Elch die Stimme („Röhren“) eines Nebenbuhlers oder das „Mahnen“ des weiblichen Tieres. Beim Federwild wird zum Beispiel der Birkhahn durch das Nachahmen des Reviergesangs „gereizt“.

Andere akustische Lockmittel Bearbeiten

Außerhalb der Balz beziehungsweise Brunft kann die Lockjagd durch Nachahmen von Kontakt- oder Warnlauten durchgeführt werden. Auch z.B. ein Ruf eines Fressfeindes entlockt manchen Tieren spontan einen Warnruf. Bei der Jagd auf Raubwild werden durch Nachahmen von Schmerzenslauten von Hasen oder Kaninchen („Klagen“), Mauspfiff oder Vogelangstruf Beutetiere simuliert. Hauptsächlich wird so auf den Fuchs und den Kojoten gejagt.

Mehr Informationen zur akustischen Lockjagd unter: Lockinstrumente.

Optische Lockjagd Bearbeiten

Macht nur Sinn bei Wild, welches sich stark über die Augen orientiert, wie z.B. Federwild. Gesellig lebendem Federwild wird durch Aufstellen von Lockvögeln die Anwesenheit von Artgenossen vorgetäuscht (Wildenten, Wildgänse, Wildtruthühner). Historisch sind die Lockjagd mit einer Locktaube, die im so genannten Habichtsfang ein Beutetier vortäuscht und die Hüttenjagd, bei der ein Uhu oder eine Uhuattrappe als „Feindbild“ Konkurrenten und vor allem Rabenvögel anlocken soll.

Truthuhnjagd Bearbeiten

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Truthühner kann man besonders gut durch Attrappen anlocken und gleichzeitig auch vom Jäger ablenken. Vorbeiziehende Tiere inspizieren die Attrappen genau und sind dadurch abgelenkt. Die sonst sehr aufmerksamen und scheuen Vögel können somit effektiv bejagt werden.

Mehr Informationen zur Truthuhnjagd gibt es hier.

Entenjagd Bearbeiten

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Im Spiel kann man besonders gut Wasservögel wie Stockenten durch Attrappen anlocken. Vorbei fliegende Tiere werden sich unter Umständen bei den Attrappen niederlassen und können so effektiv bejagt werden.

Mehr Informationen zur Entenjagd gibt es hier.

Gänsejagd Bearbeiten

Im Spiel kann man besonders gut Wasservögel wie Kanadagänse durch Attrappen anlocken. Vorbei fliegende Tiere werden sich unter Umständen bei den Attrappen niederlassen und können so effektiv bejagt werden.

Mehr Informationen zur Gänsejagd gibt es hier.

Geruchliche Lockung Bearbeiten

Besonders während der Brunft- bzw. Rauschzeit lassen sich manche Wildarten durch sog. Lockmittel / Locksprays, die meist aus dem Harn der Tiere hergestellt werden und u.a. Pheromone (Sexual- Lockstoffe) enthalten, anlocken.

Vorteile Nachteile
  • Lange Wirkungszeit (20 Spielminuten). Dadurch wird viel Wild angelockt. Deutlich mehr als bei Lockinstrumenten. Aufgeschrecktes oder angeschossenes Wild kehrt manchmal, nach dem es sich beruhigt hat, wegen der langen Wirkungszeit wieder zurück. Daher ideal für die Ansitzjagd.
  • Meist artspezifisch. Es können gezielt Tierarten angelockt werden. Z.B. nur Weißwedel aus einer Gruppe Schwarzwedel. Bei Lockinstrumenten würden beide Arten kommen.
  • Eine einmalige Anwendung reicht aus. Wiederholungen fallen weg und man kann in Ruhe Position beziehen (Ansitzjagd). Das Wild steht dann meist auch gut für einen Blattschuss (Gut für die Bogenjagd) und ist dabei nicht unbedingt auf den Jäger fixiert.
  • Wird verbraucht. Nach 50 Anwendungen ist die Flasche leer und muss neu gekauft werden.
  • Geringere Reichweite. Etwa nur 150m.
  • Für viele Arten gibt es keine Locksprays.
  • Alle Tiere kommen mit normalem Tempo. Kein Tier wird, wie manche bei Lockrufen, schnell angerannt kommen. Mit Locksprays muss man also mehr Zeit einplanen und ist unflexibler, was den Standort angeht. Daher schlechter für die Pirsch geeignet.
  • Angelockte Tiere antworten nicht auf Duftsprays. Man kann sie also nicht akustisch orten, außer sie rufen zufällig.

Folgende Lockmittel gibt es im Spiel:

Mehr Informationen zur geruchlichen Lockjagd unter: Lockmittel.

Lockfütterung (Kirrung, Luderplatz) Bearbeiten

Sinn einer Lockfütterung ist es, das Wild an einen bestimmten Platz zu bringen/ locken und dort ausreichend lange zu beschäftigen, um es bejagen und/ oder beobachten zu können.

Man unterscheidet zwischen Kirrungen (nicht fleischliches Futter wie Mais, Getreide etc. um Pflanzenfresser und Allesfresser anzulocken) und Luderplätzen (fleischliches Futter um Raubwild anzulocken).

Vorteile Nachteile
  • Lockt sehr viel Wild über einen sehr langen Zeitraum an (solange wie Futter vorhanden ist).
  • Teilweise werden sehr viele Tiere angelockt, in einer Menge, wie man sie normal nie vorfinden würde.
  • Beeinflusst die Verteilung des Wildes am Spielstart. In der Nähe eines guten Futterplatzes (gut = hohe Attraktivität) wird man das ganze Spiel über vermehrt auf die angelockte Tierart treffen.
  • Das angelockte Wild verweilt lange an der Futterstelle. Der Jäger kann sich also in aller Ruhe positionieren und einen sicheren Schuss abgeben.
  • Für mache Tierarten (z.B. Bären) die einzige Möglichkeit diese Tiere anzulocken.
  • Hohe Anschaffungskosten
  • Hohe Unterhaltskosten. Verbrauchtes Futter muss ersetzt werden, wenn man weiterhin Tiere anlocken möchte. Man kann sich aber gut gm$ über Missionen verdienen und muss das Futter so nicht immer für em$ kaufen.
  • Es dauert lange bis sich eine gute Lockwirkung (= hohe Attraktivität) entfaltet hat. Meist mehrere Tage (Echtzeit).
  • Man ist nicht sehr mobil/ flexibel. Kann also nicht mal eben den Standort wechseln. Wenn man es macht, dann ist die Attraktivität sofort gleich null.
  • Schießt man auf angelockte Tiere, so fällt für eine kurze Zeit die Attraktivität der Futterstelle ab.

Schweinekirrung Bearbeiten

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Schwarzwild und Razorbacks können durch eine Kirrung angelockt werden. An der Kirrung wird mit der Hilfe eines Futterautomaten Kirrgut, also eine Art Schweinefutter (meist Mais oder Getreide) an die Tiere verfüttert.

Es handelt sich nicht um eine richtige Fütterung, die dazu dient das Wild satt zu füttern, damit es z.B. einen harten Winter überlebt, sondern um eine Lockfütterung, die nur das Interesse der Tiere wecken soll und sie somit anlockt.

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Weitere Informationen zum Futterautomat (Schweine)

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Weitere Informationen zum Kirrgut für Schweine

Mehr Informationen zur Schweinekirrung unter: Futterautomat (Schweine).

Bärenfass (Bärenkirrung/ Köderfass) Bearbeiten

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Auch Bären können gut mit Kirrungen angelockt werden. Das Kirrgut, Bärenköder genannt (besteht hauptsächlich aus Mais) wird dabei in ein großes, blaues Fass (Bärenfass/ Bärentonne) gegeben, welches eine kleine Öffnung kurz über dem Boden hat. Die Tiere können also langsam vom Köder fressen. Gleichzeitig ist das Futter vor Wettereinflüssen etc. geschützt.

Es handelt sich nicht um eine richtige Fütterung, die dazu dient das Wild satt zu füttern, damit es z.B. einen harten Winter überlebt, sondern um eine Lockfütterung, die nur das Interesse der Tiere wecken soll und sie somit anlockt.

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Weitere Informationen zum Bärenköder (Fass)

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Weitere Informationen zum Bärenköder

Mehr Informationen zur Bärenkirrung bzw. zum Bärenfass unter: Bärenköder (Fass).

Luderplätze Bearbeiten

Füchse oder anderes Raubwild kann man im realen Leben mit z.B. Fleisch- Ködern (also toten Tieren (Ludern)) an sog. Luderplätze locken.

Dies ist im Spiel leider noch nicht möglich, es gibt also noch keine Luderplätze

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